Diese Social-Media-Strategie verfolgt der FC Bayern
Live-Kommunikation über Facebook und Snapchat
Für 2017 sieht der FC Bayern "grosses Potenzial in der One-to-One-Kommunikation in Messengern", so Loesner. Für die Münchner bedeutet das vor allem den Ausbau der Live-Kommunikation durch ein grösseres Team und bessere Technik. Momentan gibt es jeden Monat bereits 20 Live-Videos, die mindestens zehn Minuten lang sind.
Und auch auf Snapchat macht der FCB die ersten, erfolgreichen Gehversuche. In Zusammenarbeit mit Spielern wie David Alaba, dem Zeugwart, den Fans, ausländischen Agenturen und anderen Abteilungen erzählt das vierköpfige Social-Media-Team exklusive Geschichten rund um den Verein. "Für Spieler gibt es keine Guidelines oder Verträge", erklärt Loesner. Das Konstrukt fusst auf einem engen Austausch zwischen Marketing, Presse und Spielern.
Eine wichtige Erkenntnis dabei: Snapchat bindet an einem Spieltag mindestens einen Mitarbeiter in Vollzeit ein. Zudem wird jeder Snap dokumentiert und ausgewertet. Sorgt ein Motiv für höhere Abbruchraten wird es in Zukunft nicht mehr in dieser Form auf dem Dienst mit dem kleinen Geist gepostet. Versuch und Irrtum sind beim FC Bayern München zwei Faktoren der erfolgreichen Social-Media-Strategie.
Und wenn sich Fans schon immer gefragt haben, warum die Verantwortlichen des FC Bayern auf Snapchat nicht auf Direktnachrichten antworten: Das liegt daran, wie Felix Loesner erklärt, dass es kein Handy gibt, dass genug Leistung aufbringt, um mit der riesigen Masse an eingehenden Nachrichten umzugehen, ohne dass es abstürzt.